Gesetzes- und Rechtsgrundlagen der Heimatpflege
Gesetzliche Grundlage
Gesetzliche Grundlage ist Artikel 13 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes vom 25. Juni 1973 (zuletzt geändert durch Gesetz vom 7. September 1982):
"Die Heimatpfleger beraten und unterstützen die Denkmalschutzbehörden und das Landesamt für Denkmalpflege in den Fragen der Denkmalpflege und des Denkmalschutzes. Ihnen ist durch die Denkmalschutzbehörden in den ihren Aufgabenbereich betreffenden Fällen rechtzeitig Gelegenheit zur Äußerung zu geben."
Dazu: Eberl/Martin/Petzet: Bayerisches Denkmalschutzgesetz. Kommentar:
"Heimatpfleger sind herkömmlich auf der Ebene der Landkreise und der kreisfreien Städte ehrenamtlich wirkende, von den Landkreisen und Städten als Selbstverwaltungskörperschaften bestellte Personen (Kreis- und Stadtheimatpfleger), die sich der Volkskultur im breitesten Sinn (Tracht, Volksmusik, Volkstänze, Brauchtum, Mundartdichtung) einschließlich der Erhaltung der örtlichen Baukultur und des landschaftsgebundenen Bauens (also auch der Ortsbildpflege und der Weiterentwicklung traditioneller Bauformen) annehmen."
Ministerielle Bestimmungen
Gemeinsame Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 17. Februar 1981, geändert am 1. August 1986:
Der Aufgabenkatalog der Heimatpfleger wird dort in aller Ausführlichkeit entfaltet: Neben der Sorge um denkmalgeschützte Bauten und Bodendenkmäler wird die Pflege von Brauchtum, Trachten, Volkslied, Volksmusik, Volkstanz und Mundart, die Zusammenarbeit mit kirchlichen Stellen, Schulen aller Art, mit wissenschaftlichen Sammlungen, Archiven, Museen, mit Fachkräften des Naturschutzes, mit dem Bezirksheimatpfleger und dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege empfohlen.
Städtische Richtlinien
In den Richtlinien der Stadt Regensburg über die Bestellung, Rechtsstellung und Aufgaben des Heimatpflegers der Stadt Regensburg vom 30. Januar 1986, geändert durch Beschluss des Stadtrats vom 3. März 1994, heißt es im Paragraphen 4:
"Der Heimatpfleger berät und fördert die Stadt Regensburg in allen bedeutsamen Angelegenheiten der Heimatpflege, insbesondere beim Vollzug des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes und bei den Fragen des Planungs- und Bauwesens."
Wichtig:
Stadtheimatpfleger Dr. Chrobak mit OB Schaidinger
Die Heimatpfleger der Stadt Regensburg werden vom Kulturausschuss des Regensburger Stadtrats berufen, sind aber weisungsungebunden.
Akzentsetzung bei der Amtseinführung des Stadtheimatpflegers Dr. Chrobak am 23. Juni 1998 durch Oberbürgermeister Hans Schaidinger:
"'Bürgeranwalt für Kultur' ist ein Begriff, der diesem ‚herausragenden Ehrenamt einer Kommune' angemessen ist".