Aktuelles - im Blickpunkt
Aktuelles aus dem Bereich Heimatpflege / Denkmalpflege / Stadtkultur
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S c h l o ß    P ü r k e l g u t
Auf ein ungelöstes Problem der Denkmalpflege in Regensburg machte Stadtheimatpfleger Dr. Werner Chrobak mit einem Vortrag im Historischen Verein für Oberpfalz und Regensburg im April 2001 aufmerksam: Schloß Pürkelgut im Südosten der Stadt, zwischen Ostumgehung und Landshuter Straße. Den vom Regensburger Kaufmann Johann Jakob Pürkel 1728 errichteten Landsitz wertete der Regensburger Heimatpfleger als bedeutendsten profanen Barockbau der Stadt.

Schloß Pürkelgut, Zustand Sommer 2002 nch der Notsanierung
Der Aufruf zur Rettung des von akutem Verfall bedrohten barocken Wasserschlosses stieß auf eine ungewöhnliche Resonanz bei der Regensburger Bevölkerung und den Regensburger Medien. Zwei Pürkelguter Schloßfeste - im Juni 2001 und 2002 - , veranstaltet vom Veranstaltungsservice Regensburg unter der Geschäftsführung von Peter Kittel, unter der Schirmherrschaft von Generalkonservator Dr. Egon Johannes Greipl, gefördert vom Hause Thurn und Taxis, tatkräftig unterstützt von Stadtrat Dr. Klaus Schulz, Dr. Hansjörg Wunderer vom Naturkundemuseum Regensburg und Dr. Harald Gieß vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, rückten das Baudenkmal in seiner Schönheit wie auch in seiner Gefährdung in das Bewußtsein der Regensburgerinnen und Regensburger.

Bereits nach dem 1. Pürkelgutfest konnte ein wichtiger Teilerfolg verbucht werden: Im Herbst 2001 wurde die Notsanierung durchgeführt. Der marode Dachstuhl wurde gesichert, das Dach abgedichtet, Dachrinnen montiert, offene Fenster geschlossen etc. Eine "Anstoßfinanzierung" hierfür stammte aus dem Reingewinn des 1. Pürkelgutfestes, den Hauptteil trug das Fürstenhaus, einen Zuschuß leistete das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege.
Stand im Sommer 2002:
Eine aufwendige Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Bauwerks und seines Umgriffs liegt vor.
    "Die Überlegungen, im sanierten Schloss die für Oberpfalz und Niederbayern zuständige Dienststelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege einzurichten, sind weiter gediehen. ... Im Auftrag von Herrn Staatsminister Hans Zehetmair prüfen wir nun, ob sich das Projekt auch finanziell darstellen lässt."
Generalkonservator Dr. Egon Johannes Greipl   
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K u l t u r -   u n d   K o n g r e s s z e n t r u m   R e g e n s b u r g
Stadtheimatpfleger Dr. Chrobak war Mitglied des "Runden Tisches Kultur- und Kongresszentrum Regensburg" 2000/2001. Entsprechend der einhelligen politischen Meinung aller Regensburger Stadtratsfraktionen zum damaligen Zeitpunkt wurden nur Standorte in möglichster Nähe der Altstadt Regensburg in Betracht gezogen, und zwar:
1) Unterer Wöhrd (Altes Eisstadion)
2) Donaumarkt
3) Kepler-Areal / Ernst-Reuter-Platz
4) Fürstliches Schloss
5) Friedensstraße (West)
6) Stobäusplatz
Die Expertenanhörung der Planer/Betreiber von Kultur- und Kongresszentren anderer Städte ergab sehr deutlich, daß die unmittelbare Altstadtnähe ein wesentliches Plus für die Attraktivität dieser Kultur- und Kongreßzentren darstellt.
Der Stadtheimatpfleger legte dem "Runden Tisch" ein neunseitiges denkmalpflegerisches Gutachten zu allen sechs diskutierten Standorten vor. Für den Standort "Fürstliches Schloß" erwiesen sich aus seiner Sicht - in Übereinstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege - die denkmalpflegerischen Bedenken als de facto unüberwindlich, für den Standort Kepler-Areal als nicht unproblematisch (Verkleinerung der Grünfläche / Dispositionsbeschränkung für den Alleengürtel). Aus den gründlichen, zum Teil sehr emotional geführten Diskussionen ergab sich für den Stadtheimatpfleger nach Abwägung aller Gesichtspunkte sachlich letztlich als empfehlenswerte Standort-Lösung:
   
 
 
 
 
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